Botschafter Wolfgang Manig: "Soldaten sind Staatsbürger in Uniform, müssen auch so behandelt werden und selber handeln"

Botschaft Kinshasa Bild vergrößern (© Botschaft Kinshasa) Am 6. Mai 2014 eröffnete Botschafter Wolfgang Manig zusammen mit dem Vizegouverneur der Provinz Orientale, Pascal Mombi Opana, dem Befehlshaber der 9. Militärregion, Gen. Urbaine Ntambuka und weiteren Angehörigen der Streitkräfte der Demokratischen Republik Kongo eine Seminarveranstaltung der Konrad-Adenauer-Stiftung zum Thema "Armee und Rechtsstaat". Das Seminar fand im Ausbildungszentrum der FARDC in Lokosa bei Kisangani in der Provinz Orientale statt. Botschafter Manig betonte in seiner Ansprache an die teilnehmenden Ausbilder und Generalstabsoffiziere, dass es die Aufgabe der Ausbilder sein müsse, Soldaten im rechtsstaatlichen Sinne zu erziehen. Deshalb dürfen auch Soldaten Rechte einfordern -- sie seien "Staatsbürger in Uniform". Aber sie müssten auch die Gesetze zum Schutz anderer beachten. "Denken Sie daran, dass Sie ein Bürger dieses Landes sind. Auch Sie selbst wollen dann von Soldaten korrekt behandelt werden, wenn Sie keine Uniform tragen.", sagte Botschafter Manig.

Das Seminar "Armee und Rechtsstaat" ist ein Teil einer Veranstaltungsreihe, die die Konrad-Adenauer-Stiftung in allen Militärregionen abhält. Der Repräsentant der Stiftung in der Demokratischen Republik Kongo, Dr. Steffen Krüger, arbeitet eng mit der Botschaft zusammen und leistet für die Bundesrepublik Deutschland einen praktischen Teil der Reform des kongolesischen Sicherheitssektors. Botschaft Kinshasa Bild vergrößern (© Botschaft Kinshasa)
Neben dem Seminar für die Ausbilder der FARDC nahm Botschafter Manig am Tag zuvor auch an der Eröffnung der Fortbildungsveranstaltung für die Polizei in Kisangani zum Thema: "Polizei und Schutz der Kinderrechte" teil. Auch dieses Seminar gehört zu den Maßnahmen der Konrad-Adenauer-Stiftung zur Reform des Sicherheitssektors. Das Seminar wurde von ca. 100 Polizisten einschließlich des Polizeipräsidenten der Provinz Orientale, Gen. Joseph Alimasi Bame, besucht.