Eröffnung des kongolesischen Prüflabors für Konfliktmineralien in Bukavu

Botschaft Kinshasa Bild vergrößern (© Botschaft Kinshasa) Am 9. Juli 2015 eröffnete Botschafter Wolfgang Manig zusammen mit dem Gouverneur der Provinz Süd-Kivu, Marcellin Cishambo und dem nationalen Koordinator der Internationalen Konferenz für die Großen Seen, Botschafter Hamuli, in Bukavu das Prüflabor für  Konfliktmineralien, die in der DR Kongo gefördert werden. Deutschland hat das Labor im Rahmen des Projekts zur Unterstützung der ICGLR bei der Bekämpfung des illegalen Handels mit Konfliktmineralien mit 9 Millionen Euro finanziert. Es ist das dritte derartige Labor neben denen in Bujumbura, Kigali und Daresalaam. Die Technologie entwickelte die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe in Hannover.

In dem Labor werden Proben aus den kongolesischen Minen für die Analyse im Zentrallabor in Daresalaam gesammelt und präpariert. Die Analyse wirkt wie ein "Vaterschaftstest", der die "DNA" des Mineralkonzentrats mit in einer Datenbank gespeicherten Referenzproben abgleicht. Damit kann die genaue örtliche Herkunft eines jeden Konzentrats festgestellt und Mineralien aus illegalem Handel identifiziert werden. Bewaffneten Gruppen, die sich mit illegal geförderten Mineralien finanzieren wollen, wird so die Möglichkeit genommen, diese unbemerkt in den Handel einzuschleusen.

Die Einrichtung des Labors nützt allen: Die internationalen Endabnehmer können sich auf die Herkunft der Mineralien aus zertifizierten Minen verlassen, die Kleinbergbauern können ihre Einkünfte sichern. Das Engagement Deutschlands im Minensektor fördert auf diese Weise nicht nur die Stabilität in der Region, sondern trägt auch zu guter Regierungsführung, zur Sicherung der Einkommen und nicht zuletzt dazu bei, dass hochmoderne deutsche Technologie zukünftig in der DR Kongo angewandt wird.

Die Eröffnung des Prüflabors schloss einen Workshop ab, den die BGR, die Minenministerien der  DR Kongo und der Provinzen Süd-Kivu zusammen mit dem Exekutivsekretriat der ICGLR in Bukavu abgehalten hatten. 

Mehr Transparenz bei Mineralienhandel

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