Johanniter leisten Hilfe für Vertriebene in Nord-Kivu

Mit mehr als einer Million Euro finanziert

das Auswärtige Amt aktuell zwei Projekte der Johanniter-Auslandshilfe in der Region Nord-Kivu im Osten der Demokratischen Republik Kongo. Die Johanniter sichern die medizinische Versorgung von Vertriebenen und sorgen für eine Verbesserung der Situation in den Heimatregionen.

Der Presse- und Politikreferent der Botschaft, Dr. Christian Becker, u.a. zuständig für die humanitäre Hilfe im Kongo, hat im August und im September Projekte in Masisi und in Rutschuru besucht, um sich vor Ort ein Bild von der Lage zu machen. Christian Becker Bild vergrößern (© Christian Becker)

In den Regionen Rutshuru und Nyiragongo beliefern die Johanniter monatlich fünf Gesundheitsstationen mit dringend benötigten Medikamenten und medizinischen Materialien, renovieren Gebäude und sanitäre Anlagen. Spezielle Schulungen für die Mitarbeiter sorgen dafür, dass insbesondere ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen, Überlebende sexueller Gewalt sowie HIV-infizierte Menschen und Menschen mit psychischen Problemen Zugang zur basismedizinischen Versorgung bekommen. „Solange wir an der Verbesserung der Situation in ihren Heimatregionen arbeiten, unterstützen wir auch die Gesundheitseinrichtungen in den Flüchtlingslagern Mugunga I und III“, fasst Giampiero Baldassarri, Landesbüroleiter der Johanniter im Kongo, die Hilfsmaßnahmen zusammen. Das Auswärtige Amt finanziert das elfmonatige Projekt bis April 2015 mit rund 500.000 Euro

Sauberes Wasser heißt leben

In der Region Masisi sichern die Johanniter neben der basismedizinischen Versorgung der Bevölkerung auch den Zugang zu sauberem Wasser. „Schmutziges Wasser ist eine der häufigsten Ursachen für Durchfallerkrankungen in der Region“, erklärt Baldassarri. In 40 Gemeinden werden 40 natürliche Trinkwasserquellen eingefasst und damit vor einer Verunreinigung, zum Beispiel durch Tiere, geschützt. Pro Gesundheitszone wird ein Wasserkomitee aus jeweils zwölf Personen gegründet. Die Mitglieder erhalten eine dreitägige Fortbildung für die eigenständige Wartung der Trinkwasserquellen und am Ende der Fortbildung die dafür benötigten Werkzeuge und Materialien. 40 000 Menschen können so in Zukunft ohne Angst vor Erkrankung sauberes Wasser trinken. Das Auswärtige Amt finanziert das Projekt über den Zeitraum von einem Jahr mit mehr als 550.000 Euro.

Langfristiger Einsatz

Seit mehreren Jahren setzen die Johanniter erfolgreich Projekte der Nothilfe und entwicklungsorientieren Not- und Übergangshilfe in der Region von Nord-Kivu um. Inhaltlicher Schwerpunkt dieser Projekte sind Basisgesundheits-, sowie Wasser- und Sanitärversorgung. Seit Juli 2012 sind die Johanniter im Flüchtlingslager Mugunga III und seit Januar 2013 zudem in den Camps Mugunga I und Lac Vert in der medizinischen und sanitären Versorgung der Binnenvertriebenen aktiv. In der Gesundheitszone Masisi kümmerten sich die Johanniter in den vergangenen Jahren auch um die medizinische und psychosoziale Versorgung von Überlebenden sexueller Gewalt. Christian Becker Bild vergrößern (© Christian Becker)

 

Hilfe für Vertriebene in Nord-Kivu

Christian Becker