Einsatz der Christoffel-Blindenmission (CBM) im Osten Kongos, Unterstützung des Auswärtigen Amtes

BERLIN/BENSHEIM. Das Auswärtige Amt hat der Christoffel-Blindenmission (CBM) mehr als 190.000 Euro zur Verfügung gestellt. Damit kann die CBM in den kommenden drei Monaten 600 Flüchtlingsfamilien im Osten der Demokratischen Republik Kongo versorgen. Maismehl, Bohnen oder Salz sowie Decken, Seife oder Zeltplanen werden ihnen das Überleben sichern.

„Viele dieser Menschen hatten schon vorher kaum etwas zu essen. Die Demokratische Republik Kongo zählt zu den ärmsten Ländern der Welt und ist laut den Vereinten Nationen das unterentwickeltste Land der Erde. Doch jetzt im Flüchtlingslager haben sie meist nichts mehr, als die Kleidung, die sie am Körper tragen“, erklärt Dr. Rainer Brockhaus, Direktor der CBM. „Dank der Unterstützung des Auswärtigen Amts können wir das ändern und unsere Arbeit im Flüchtlingslager Mugunga III intensiver fortsetzen.“ Seit Dezember 2012 haben CBM und Heal Africa bereits kleinere Verteilungsmaßnahmen im Flüchtlingslager Mugunga III umgesetzt. Christoffel-Blindenmission Bild vergrößern (© Christoffel-Blindenmission) Die Menschen im Osten Kongos leben nach wie vor in Angst. Zwar haben die Kämpfe zwischen M23-Rebellen und der kongolesischen Armee nachgelassen. Doch viele Kongolesen haben ihr Zuhause verlassen und in Lagern Zuflucht gesucht. Alleine in der Region Nord-Kivu gibt es 800.000 vertriebene Menschen.

Besonders bedürftige Familien erhalten Hilfe

Die Familien, die in den kommenden drei Monaten versorgt werden, sind Familien mit einem behinderten Familienmitglied oder alleinstehende Frauen mit Kleinkindern – also solche, die besonders bedürftig sind. Ausgewählt wurden sie vom CBM-Partner Heal Africa, der schon seit Ausbruch der Kämpfe im November 2012 in den Flüchtlingslagern im Ostkongo aktiv ist.

Heal Africa wird die Versorgung der Familien übernehmen und die Flüchtlinge medizinisch betreuen. Der Projektpartner ermöglicht kostenlose orthopädische Operationen und Behandlungen im nahegelegenen eigenen Krankenhaus in der Stadt Goma. CBM schickt dafür einen Nothilfe-erfahrenen Rehabilitationstrainer in das Flüchtlingslager, der Heal Africa vor Ort unterstützt und lokale Mitarbeiter trainieren wird.

Gleichzeitig werden sich CBM und Heal Africa mit anderen Hilfsorganisationen im Flüchtlingslager vernetzen und darauf hinarbeiten, dass diese bei ihren zukünftigen Maßnahmen besonders gefährdete Personengruppen wie Menschen mit Behinderungen stärker berücksichtigen Christoffel-Blindenmission Bild vergrößern (© Christoffel-Blindenmission)

Viel Erfahrung und langjährige Partnerschaft

CBM arbeitet seit 2004 in der Projektregion mit dem Partner Heal Africa zusammen, der in Goma mit Unterstützung der CBM ein orthopädisches Krankenhaus betreibt.

Die CBM zählt zu den größten und ältesten Organisationen der Entwicklungszusammenarbeitin Deutschland. Sie fördert in 749 Projekten weltweit Menschen mit Behinderung darin, ein selbstständigeres Leben zu führen und Behinderungen zu vermeiden. 36 Millionen Menschen hat die Entwicklungshilfeorganisation so im Jahr 2011 erreicht.

Oliver Neruschäfer, Christoffel-Blindenmission

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