Deutschland stellt weitere 1,15 Millionen Dollar für humanitäre Hilfe im Bereich Wasser und Sanitärversorgung für Flüchtlinge und Binnenvertriebene

Hilfe für Afrika Bild vergrößern Hilfe für Afrika (© dpa) Für die Umsetzung des Projekts „Humanitäre Hilfe im Bereich Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene für Rückkehrer und intern Vertriebene in der Region Rutshuru, Provinz Nord-Kivu“ durch die Welthungerhilfe stellt Deutschland 900.000 Euro bereit. Das Projekt soll von November 2014 bis Februar 2016 laufen und reiht sich nahtlos ein in die weiteren humanitären Aktivitäten der Bundesregierung im Ostkongo (in 2013 insgesamt 14,1 Millionen Euro). Zudem ist es als komplementär zu betrachten zum deutschen Engagement im Bereich der Stabilisierungsbemühungen und der Entwicklungszusammenarbeit.

Bis zum November 2013 kontrollierte die Rebellengruppe M23 Teile der Kivus, insbesondere Ruthurus, nahe der Grenze zu Uganda. Ende 2013 konnten die Regierungsarmee in gemeinsamer Aktion mit der speziellen Eingreiftruppe der Monusco (FIB) die M23 bezwingen. Die Rebellen zogen sich größtenteils nach Uganda und Ruanda zurück. In 2014 ermöglichte diese Situation eine Rückkehr der im Zuge des Rebellenaufstandes intern Vertriebenen in ihre Herkunftsdörfer in der Region Rutshuru. Verschiedene Analysen von Seiten der UN (vor allem OCHA und UNHRC) haben ergeben, dass die Grundbedürfnisse der Binnenflüchtlinge und Rückkehrer in den Bereichen Trinkwasser, Ernährung, Gesundheit und Unterkunft dringend gedeckt werden müssen und vor allem im Bereich Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene humanitäre Akteure und Partner in der Rückkehrzone in Rutshuru fehlen. Hier kommt das von der Welthungerhilfe durchgeführte Projekt ins Spiel.

Das Projekt sieht vor, die Wasserversorgung von etwa 65.000 Menschen zu verbessern. Davon werden 50.000 Rückkehrer, 5.000 intern Vertriebene und 10.000 Angehörige von Gastfamilien/Anwohner sein.  Dass im Zuge dessen 10.000 Anwohner-Haushalte, teil Gastfamilien für Vertriebene, auch von der Wasserversorgung profitieren, ist besonders wichtig, um Neid und Konflikten vorzubeugen und die Akzeptanz für Rückkehrer und intern Vertriebene zu erhöhen. An einigen Standorten befinden sich Gesundheitszentren, die über keine oder eine nicht ausreichende Wasserversorgung verfügen. Diese sollen ebenfalls an die Wasserversorgung angeschlossen werden. Somit profitiert auch die Bevölkerung im Einzugsbereich der Gesundheitszentren von den Verbesserungen. Das übergeordnete Ziel ist es letztlich, die Gesundheit der vom Krieg gebeutelten Menschen und vor allem auch der Kinder vor und nach der Rückkehr zu verbessern.  Die Welthungerhilfe ist bereits seit 1997 in der DR Kongo tätig und führt u.a. durch die Bundesregierung finanziert Projekte erfolgreich durch. Im Ostkongo deckt die Welthungerhilfe den gesamten „Link between Releif, Rehabilitation and Development“ (LRRD) ab, wobei den Erfordernissen des Kongos entsprechend die Schwerpunkte auf Rehabilitierung und Not- und Soforthilfe liegen.

Deutschland stellt weitere 1,15 Millionen Dollar für humanitäre Hilfe im Bereich Wasser und Sanitärversorgung für Flüchtlinge und Binnenvertriebene