Weitere Hilfe für die Zivilbevölkerung im Osten des Landes

UGEAFI Bild vergrößern (© UGEAFI) 1. 12.2014: Mit einer erneuten Zuwendung in Höhe mehr als 600.000 € helfen die Bundesrepublik Deutschland und OXFAM Deutschland e.V. der Bevölkerung im Osten der DR Kongo, die weiterhin mit politischer Instabilität, kriegerischen Auseinandersetzungen und Armut konfrontiert ist. Bei der Projektregion handelt es sich um das besonders schwer erreichbare bergische Territorium Itombwe, an der Grenze zum Territorium Fizi, Süd-Kivu. Die Zuwendung soll mehr als 15.000 Menschen zugutekommen. Durch die Verteilung von verbessertem Saatgut, Schulungen in landwirtschaftlichen Anbautechniken sowie die Anlage von Demonstrationsfeldern soll die Ernährung der Menschen gesichert und verbessert werden.  Trinkwasserversorgung und Hygieneschulungen tragen zur Verbesserung der Gesundheit der Menschen bei. Der Bau von Energiespar-Herden wirkt sich positiv auf die Schonung der natürlichen Ressource Wald und die Gesundheit von Frauen und Mädchen aus, da die Holzsuche im Konfliktgebiet oft gefährlich ist. Hinzu kommen weitere Begünstigte, da Toiletten an öffentlichen Plätzen wie an Schulen, auf Marktplätzen und an Gesundheitszentren sowie Marktüberdachungen gebaut werden. Ergänzt werden diese Maßnahmen Informationen zu HIV/Aids und Geschlechtskrankheiten sowie zur Vermeidung von Konflikten und Gewalt.

Bereits von 2012 bis Anfang 2014 haben UGEAFI und OXFAM mithilfe finanzieller Unterstützung des Auswärtigen Amtes rückkehrende Binnenflüchtlinge in Itombwe mit Hilfsgütern, Saatgut und landwirtschaftlichen Schulungen unterstützt. Für die Ernährungssicherung gab es Saatgut, das mittlerweile aufgegangen ist: Felder mit Mais, Kartoffeln und Bohnen, Gärten mit Zwiebeln und Kohl. Die Menschen sind besonders dankbar dafür, dass es sich um neue frühkeimende Sorten handelt. Sie planen, davon auch eigenes Saatgut zu produzieren, um auch in Zukunft gute Ernten zu erzielen und dann wieder Überschüsse verkaufen zu können. 

Besondere Dringlichkeit stellt die Trinkwasserversorgung dar. Nachdem sich in einem Pilotprojekt 2013 Quelleinfassungen zur Wasserversorgung bewährt haben, werden zurzeit 50 weitere Quellen eingefasst, damit die Menschen an sauberes Trinkwasser gelangen und Durchfallerkrankungen vermieden werden können.

OXFAM Deutschland e.V. ist mit seiner kongolesischen Partnerorganisation derzeit die einzige Organisation, die die notleidenden Menschen in Itombwe erreicht, nicht zuletzt aufgrund der desolaten Straßenverbindungen und des hohen Risikos, sich in abgelegene Gebiete zu begeben.

Die Demokratische Republik Kongo ist ein Schwerpunkt deutscher humanitärer Hilfe. Aufgrund fortdauernder gewalttätiger Auseinandersetzungen zwischen Regierungskräften und Milizen ist die Zivilbevölkerung häufig Opfer von Plünderungen, Vertreibungen und Gewalt. Die Betreuung von Binnenflüchtlingen und die medizinische Notversorgung stehen im Vordergrund deutscher humanitärer Hilfe.

 

Weitere Hilfe für die Zivilbevölkerung im Osten des Landes

Oxfam Deutschland e.V.