Positive Entwicklungen im Ostkongo

In der entlegenen, am Oberlauf des Kongo (Lualaba) gelegenen Provinz Maniema zeigt sich, dass entwicklungspolitisches Engagement und andere Initiativen durchaus Positives bewirken können. Dies ist das Ergebnis eines Besuchs von Botschafter Dr. Wolfgang Manig und dem WZ-Referenten der Botschaft in der Provinzhauptstadt Kindu vom 11. – 14. Mai 2015. 

Der Anlass der Reise war u.a. die Einweihung einer mit Mitteln aus dem Kleinstprojektefonds der Botschaft finanzierten neuen Gesundheitsstation in der Nähe von Kindu, womit für mehr als 10.000 Menschen ein verbesserter Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen hergestellt wird. Die 1988 aus der Großprovinz Kivu gebildete Provinz Maniema zählt mit mehr als 130.000 km2 und mehr als 2 Mio. Einwohnern noch zum Ostkongo und war in der Vergangenheit trauriger Schauplatz während der Kongo-Kriege. Dies ist jedoch lange vorbei und in der Zwischenzeit hat die deutsche Entwicklungszusammenarbeit als einer der wenigen Geber vor Ort maßgeblich dazu beigetragen, durch Berufsbildung Kindersoldaten zu reintegrieren, Infrastruktur (Straßen, Märkte, Kleinunternehmen) aufzubauen und durch nachhaltige Waldbewirtschaftung nicht nur die einzigartige Biodiversität der Provinz zu schützen, sondern auch Einkommen für die Bevölkerung zu schaffen. 

Zusätzlich regen private Anstöße aus Deutschland wie die Studierenden-Initiative „Studieren ohne Grenzen“ junge Akademiker in Maniema zu Eigeninitiative an und fördern das Selbstbewusstsein junger Menschen in Maniema. Zukünftig wird die Botschaft sich weiter dafür engagieren, dass die Erfolgsprojekte in Maniema auch auf andere Landesteile übertragen werden können, insbesondere in den Bereichen Berufsbildung und Waldwirtschaft.

Trotz aller Defizite: Im Ostkongo gibt es auch hoffnungsvolle Entwicklungen!

 

Gesundheitsdienstleistungen