Deutschland unterstützt Arbeit des Welternährungsprogramms mit 6,2 Millionen Euro

In der Zeit vom 21.-24. Juli reiste Botschafter Dr. Wolfgang Manig gemeinsam mit seinem Pressereferenten Dr. Christian Becker in die neue Provinz Südubangi, um sich dort über die aktuelle Situation der zentralafrikanischen Flüchtlinge und der Gastfamilien zu informieren. U.a. standen Besuche der Flüchtlingslager Mole (nahe Zongo) und Boyabu (bei Libenge), im Transitlager in Zongo sowie bei Gastfamilien im Umkreis auf dem Programm. Im direkten Austausch konnte sich Botschafter Manig somit ein Bild aus erster Hand machen. Organisiert wurde die Reise von Welternährungsprogramm (WFP/PAM), das für seine Projekte in den Flüchtlingslagern und mit den Gastfamilien allein im vergangenen Jahr 6,2 Millionen Euro erhalten hat. Von 2010 bis 2014 belief sich der Beitrag auf ca. 40 Millionen Euro (im Kongo insgesamt), was Deutschland zum zweitgrößten Geber und zu einem wichtigen Partner für das WFP im Kongo macht.  Als einer der wenigen Geber ist Deutschland in der bis dato ansonsten vernachlässigten Region Equateur sehr aktiv und wird sein Engagement in dieser Region in Zukunft weiter fortsetzen.  

Der große Zustrom an Flüchtlingen (offizielle Zahl im Juli 2015: 97.200, Dunkelziffer wohl höher) aus der Zentralafrikanischen Republik in Folge der kriegerischen Auseinandersetzungen dort hatte in Nord- und Südubangi zu erheblichen Engpässen bei der Versorgung von Nahrungsmitteln etc. geführt. Im Bereich der humanitären Hilfe und der entwicklungsfördernden und strukturbildenden Übergangshilfe (ESÜH) leistet die Bundesregierung einen wichtigen Beitrag, der auch im regionalen Kontext (Krise in Zentralafrikanischer Republik) bedeutsam ist. Die positive Rolle Deutschlands wurde im Verlauf der Reise von VN-Agenturen, humanitären Akteuren, lokalen Nichtregierungsorganisationen und Autoritäten, vor allem aber auch von der lokalen Bevölkerung und den zentralafrikanischen Flüchtlingen hervorgeben. Die Bundesregierung der Bundesrepublik Deutschland setzt vor allem auf einen „partizipativen“ Ansatz, der vermehrt auf die Einbindung von Gastfamilien auch jenseits der Flüchtlingslager abhebt und sowohl entwicklungswirksame Weichen stellt als auch Konflikt-präventiv angelegt ist.

Deutscher Botschafter besucht zentralafrikanische Flüchtlinge in Südubangi