Kampf gegen die Schlafkrankheit in der DR Kongo: Deutsche Initiativen gegen die tödliche Krankheit

Am 3.9.2014 empfing Botschafter Dr. Wolfgang Manig Herrn Dr. Ulrich Madeja, verantwortlich für den Bereich Access to Medicines bei Bayer HealthCare Pharmaceuticals. Das deutsche Pharmazie- und Chemieunternehmen Bayer ist Mitunterzeichner der London Declaration on Neglected Tropical Diseases von 2012, einem von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) unterstützten Programm zur Ausrottung vernachlässigter tropischer Krankheiten. Zu den Zielen der London Declaration gehört es, die Afrikanische Schlafkrankheit (HAT), von der die Demokratische Republik Kongo besonders stark betroffen ist, bis zum Jahr 2020 zu eliminieren. Die deutsche Entwicklungsbank KfW unterstützt im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung sogenannte „Produktentwicklungspartnerschaften“ (PDP) zur Forschung und Entwicklung von Medikamenten und Impfstoffen im Kampf gegen die vernachlässigten Krankheiten. Das Zusammenwirken von deutschem Staat und deutscher Privatindustrie zur Bekämpfung der Schlafkrankheit ist Beispiel gebend. Botschafter Dr. Manig begrüßte diese Zusammenarbeit und sagte die Unterstützung der Botschaft bei der Vernetzung des Leiters des nationalen Programms gegen die Schlafkrankheit der DR Kongo, der Landesdirektorin der KfW und Dr. Madeja zu. Durch dieses Zusammenwirken soll der Kampf gegen die tödliche Krankheit in der DR Kongo intensiviert werden.

Bayer unterstützt die WHO bereits seit 2002 im Kampf gegen HAT. Seit 2009, so Dr. Madeja im Gespräch mit dem deutschen Botschafter Dr. Manig, stelle das Unternehmen der WHO überdies ein Medikament mit dem Wirkstoff Nifurtimox kostenlos zur Verfügung und unterstütze die Finanzierung mobiler medizinischer Einsatzteams. Diese reisen in besonders von HAT betroffene Regionen des Landes, untersuchen flächendeckend die Bevölkerung und veranlassen die Behandlung betroffener Personen.

Um sich ein aktuelles Bild der Situation zu machen, hatte Dr. Madeja Krankenhäuser in Kinshasa, Bandundu Ville und Mushie sowie mobile Einsatzteams in den Dörfern Ngantoko und Kutumpy in der Provinz Bandundu besucht.

Begleitet wurde er von dem Journalisten, Fotografen und Filmemacher Matias Boem, der über den Kampf gegen HAT und die Arbeit der mobilen Einsatzteams sowohl einen Film als auch eine Reportage erstellt.

Kampf gegen die Schlafkrankheit in der DR Kongo

Labor