Zukunftspreis für innovative Beleuchtungs- und Solartechnik

Deutscher Zukunftspreis Bild vergrößern Vordenker für neue Technologien: Prof. Dr. Karl Leo, Dr. Jan Blochwitz-Nimoth und Dr. Martin Pfeiffer (v.l.n.r) haben den Deutschen Zukunftspreis 2011 erhalten (© Deutscher Zukunftspreis/Ansgar Pudenz) Die Effizienz von Lichtquellen ist gering, oft geht viel Energie verloren. Drei Forscher aus Dresden haben nach einer Lösung für dieses Problem gesucht. Sie entwickelten eine leistungsstarke, organische Elektronik, die zum Beispiel Leuchtdioden und Solarzellen vielseitiger einsetzbar und kostengünstiger macht. Für diese Innovation haben die drei Physiker am 14. Dezember in Berlin von Bundespräsident Christian Wulff den Deutschen Zukunftspreis 2011 erhalten. Der deutsche Innovations-Oscar, der seit 1997 vergeben wird, ist mit 250.000 Euro dotiert. Er gilt als die bedeutendste Auszeichnung für neue Technologien in Deutschland, die aus der Forschung kommen und als marktfähige Produkte überzeugen.

Für viele Zukunftstechnologien in der Elektronik sind kristalline Halbleiter die Grundlage. Doch Materialien wie Silizium sind aufwändig und teuer zu verarbeiten. Das Team um Professor Karl Leo, Leiter des Instituts für Angewandte Photophysik der TU Dresden und Direktor des Fraunhofer-Instituts für Photonische Mikrosysteme (IPMS) in Dresden, setzte deshalb auf organische Materialien und verbesserte deren Eigenschaften als Halbleiter. Den Forschern ist es auf diesem Weg gelungen, Kunststoffe fit zu machen für den Einsatz in verschiedensten Produkten. Sie entwickelten organische Leuchtdioden (OLEDs), die eine größere Lichtausbeute haben als Leuchtstoffröhren sowie organische Solarzellen mit einem Wirkungsgrad, der sie für bestimmte Anwendungen zu einer Alternative für Silizium-Zellen macht.

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