Nachrichtensprecher:
„Ein Flugzeug ist auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf unter noch nicht
geklärten Umständen abgestürzt.“
Nachrichtensprecherin:
„Im Langtang-Nationalpark gingen viele Erdrutsche ab. Die Tourismus-Behörde
spricht von Hunderten, zu denen noch kein Kontakt bestehe.“
27.06.2015 Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier nach dem Terroranschlag
in Tunesien:
„Inzwischen haben wir leider auch die traurige Gewissheit, dass bei dem Anschlag
mindestens ein Deutscher getötet und eine weitere deutsche Staatsangehörige
verletzt wurde.“
Tafel 1:
Wenn deutsche Staatsbürger im Ausland in Not geraten, hilft das Auswärtige Amt.
Mitarbeiterin:
„Auswärtiges Amt, Lagezentrum, Roy, Guten Tag!“
Tafel 2:
Immer und überall
Walter Haßmann, Krisenbeauftragter des Auswärtigen Amts:
„Der Krisenstab tritt immer dann zusammen, wenn im Ausland eine Krise eintritt, wie
wir sie sehen, das heißt dass mehrere, vielleicht auch ganz viele, Deutsche zu
Schaden kommen.“
Tafel 3:
Das Krisenreaktionszentrum im Auswärtigen Amt
Walter Haßmann, Krisenbeauftragter der Bundesregierung:
„Der Krisenstab tritt dann wirklich innerhalb von Minuten zusammen...“
„... weil wir bemüht sind, sofort vorne dran zu sein.“
„Wir haben einen Krisenpool, auf den sind wir sehr stolz. Das sind Kolleginnen und
Kollegen aus allen Bereichen dieses Hauses, die freiwillig bereit sind, in ihrer Freizeit
nachts hier anzutreten und Telefondienst zu leisten und trotzdem ihre normale Arbeit
weiterzumachen. Ohne die könnten wir nicht funktionieren.“
„Wenn hier Krise ist, dann sind wir hier wirklich rund um die Uhr und das kann auch
mal ziemlich lange gehen. Und da haben sich alle Kolleginnen und Kollegen, die wir
hier eingesetzt haben, die auch sorgfältig ausgewählt sind, schon bei vielen
Gelegenheiten hervorragend bewährt.“
„Das sind Verbindungsleute zu den Bundesbehörden, die betroffen sein können, das
ist zum Beispiel das Verteidigungsministerium. Das sind aber auch Kollegen zum
Beispiel vom BKA. Unser Lagezentrum bearbeitet konkret die auftretenden
Probleme.“
„Hier im Krisenstab, wo wir auch die Vertreter aus den betroffenen Häusern
zusammenholen, treffen wir eher die Grundsatzentscheidungen. Man merkt das
immer wieder, wenn man Konferenzschaltungen mit Auslandsvertretungen macht –
gerade wenn die weit weg sind in der Dritten Welt – das ist oft eine Herausforderung.
Und Sie sehen auch die Kameraanlage. Es ist natürlich angenehm für die
Gesprächspartner auf der anderen Seite, wenn man gemeinsam über schwierige
Entscheidungen diskutieren muss, wenn man sich auch sieht, wenn man sich in
vernünftiger Qualität hört. Wir versuchen auch, unsere Kolleginnen und Kollegen in
den Auslandsvertretungen so zu konditionieren, dass sie immer bereit sind, dass
überall in der Welt auch Dinge passieren können, mit denen wir vielleicht vorher gar
nicht gerechnet haben.“
Katja Schaefer, Leiterin Krisenvorsorge:
„Wir haben einen Krisenplan, den hat jede Vertretung für die Szenarien, die am
wahrscheinlichsten sind. Man kann online alles abfragen. Was wir zusätzlich
machen: Wir fahren zu den Vertretungen hin und besprechen und schulen. Die
Kollegen, die vor Ort reisen, müssen erreichbar sein, die müssen berichten können,
was letztendlich passiert.“
Walter Haßmann, Krisenbeauftragter des Auswärtigen Amts:
„Es ist natürlich eine riesige Hilfe, wenn man ein Team zumindest in der Nähe oder
im Idealfall vor Ort hat, das sich dort auskennt, die Kontakte hat und die örtlichen
Gegebenheiten einschätzen kann, ohne die könnten wir diese Arbeit auch nicht
machen.“
„In der Humanitären Hilfe haben wir natürlich ein zweites Standbein als Auswärtiges
Amt. Auf der einen Schiene versuchen wir zu helfen und zu retten und auf der
anderen Schiene versuchen wir, Hilfe in betroffene Länder zu bringen, bei
Großkatastrophen sind das das Rote Kreuz, das Internationale Rote Kreuz, die
Welthungerhilfe. Da gibt es ganz viele, mit denen wir bei vielen Gelegenheiten schon
zusammengearbeitet haben und das ist inzwischen sehr gut eingespielt.“
Christof Johnen, DRK-Team Internationale Zusammenarbeit:
„Wir haben als Rotes Kreuz den großen Vorteil durch die freiwilligen Helfer, die viele
Rot-Kreuz-Gesellschaften überall auf der Welt haben, dass wir sehr schnell gute
Informationen direkt aus dem Schadengebiet haben. Und diese Informationen
können wir dem Krisenzentrum zur Verfügung stellen und umgekehrt kann uns das
Krisenzentrum eben all das Wissen, das in der Bundesregierung in den
verschiedenen Ressorts vorhanden ist, zur Verfügung stellen und das sichert einfach
einen abgestimmtes, koordiniertes Handeln.“
Walter Haßmann, Krisenbeauftragter des Auswärtigen Amts:
„Wir kennen uns gut, wir wissen, was die andere Seite braucht und da versuchen wir
unter Einbindung unserer Auslandsvertretungen möglichst effizient genau die Hilfe
vor Ort zu bringen, die dort gebraucht. Das ist nicht immer einfach, aber die
Zusammenarbeit läuft und bewährt sich sehr gut und ist eben auch für unser
Selbstverständnis als Auswärtiges Amt ganz zentral in so einer Lage.“
Der Krisenstab der Bundesregierung im Auswärtigen Amt